Trauer um fünf gestorbene Feuerwehrleute

Düsseldorf – Über 160 Menschen starben – soweit bislang bekannt – infolge der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Unter ihnen sind inzwischen auch mindestens fünf Feuerwehrleute aus NRW. Vier von ihnen befanden sich dabei im unmittelbaren Einsatz, beziehungsweise wollten dabei helfen.

Der Verband der Feuerwehren in NRW äußerte sich dazu in einer Medienmitteilung: “Die Betroffenheit in den Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus ist riesig. Wir alle werden das nach Ende der Einsätze erst verarbeiten müssen”, wird der Stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Bernd Schneider, zitiert.

Ein Überblick über die bekannten Todesfälle:

  • Ein 46-Jähriger Feuerwehrmann der Löschgruppe Rosmart rutschte in Altena (Märkischer Kreis) nach einer erfolgreichen Rettungsaktion beim Einsteigen in ein Feuerwehrfahrzeug ab und wurde von der Strömung des Wassers mitgerissen. Er ertrank.
  • Während eines Hochwassereinsatzes an einem Kraftwerk in Werdohl-Elverlingsen (Märkischer Kreis) kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann des Zuges Stadtmitte, vermutlich infolge eines internistischen Notfalls. Ein Rettungshubschrauber flog als schnellstes verfügbares Rettungsmittel ein. Trotz rund einstündiger Reanimationsversuche von Kameraden und Rettungsdienst konnte dem Feuerwehrmann nicht mehr geholfen werden.
  • In Nettersheim (Kreis Euskirchen) kam während einer Rettungsaktion ein Feuerwehrkamerad ums Leben. Der ehemalige Ausbilder befand sich eigentlich bereits im Ruhestand – wollte aber während der Katastrophe helfen. Die genauen Umstände des Unglücks wurden zunächst nicht bekannt.
  • Die Feuerwehr Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis) trauert um gleich zwei Kameraden. Ein Mitglied der Ehrenabteilung starb einsatzunabhängig während der Hochwasserlage in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Am Samstag erlag ein Aktiver den Folgen eines medizinischen Notfalls.

Schon nach Bekanntwerden der ersten beiden Todesfälle in der vergangenen Woche hatten die Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, der Vereinigung zur Förderung des Brandschutzes, der Arbeitsgemeinschaft Berufsfeuerwehren und des Werkfeuerwehrverbandes Deutschland angeregt, bundesweit Feuerwehrfahrzeuge als Zeichen der Anteilnahme mit Trauerflor zu versehen. Dieser soll bis zum 28. Juli 2021 an den Fahrzeugen befestigt bleiben. Viele Feuerwehren waren diesem Aufruf gefolgt.

Symbolfoto.